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Spar schliesst Mitte Januar seine Türen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23 Dezember 2009
ImageDer Spar-Laden gleich neben der Obergösger Gemeindeverwaltung geht Mitte Januar zu. Grund ist ein Umsatzrückgang von rund 20 Prozent. Für das Personal wie auch die Räumlichkeiten wird eine Anschlusslösung gesucht.

Schlechte Nachrichten für die Obergösger Bevölkerung: Der Spar-Laden macht seine Türen dicht; am Samstag, 16. Januar, wird zum letzten Mal Gelegenheit bestehen, im Dorfladen einzukaufen, wie Einwohnergemeindepräsident Christoph Kunz anlässlich einer Besprechung am Montagabend mitteilte. Anwesend war neben Gemeindeverwalter Markus Straumann auch Bürgergemeindepräsident Rolf Spielmann.

Seit rund 16 Jahren
Seit rund 16 Jahren existiert der Spar-Laden. Er wird derzeit von Peter Eichenberger im Franchising-Verfahren geführt, also im Konzessionsverkauf. Die Spar-Kette stellt ihm den Namen zur Verfügung, dafür verkauft er Produkte der Spar-Kette, hat aber auch die Möglichkeit, anderweitige Produkte wie jene von Landwirten aus der Umgebung anzubieten.
Laut Kunz und Straumann biete der Laden auf etwa 360 m2 Verkaufsfläche Dinge des Alltags wie Teigwaren und abgepacktes Fleisch, Früchte, Gemüse und Putzmaterial bis hin zu Rasierklingen an. In der Spar-Filiale arbeiten heute zwei Angestellte mit einem 100-Prozent-Pensum, eine mit einem 80-Prozent-Vertrag und eine vierte halbtags. Zudem stünden zwei Lernende unter Vertrag.

Grund: Umsatzrückgang
Als Grund für die Schliessung habe ihm Eichenberger, der an der Besprechung nicht teilnahm, angegeben, dass in letzter Zeit ein Umsatzrückgang von 10 000 bis 15 000 Franken pro Woche habe festgestellt werden müssen, was rund 20 Prozent des Umsatzes entspreche. Verantwortlich habe er die Konkurrenz aus umliegenden Läden gemacht. Entsprechend rentiere sich das Geschäft für ihn nicht mehr.
Die Bürgergemeinde, der das Gebäude gehört, hat laut Spielmann am 16. Dezember die Kündigung per Mitte Januar erhalten. Wie es mit den Angestellten weitergeht, ist derzeit noch unsicher. Eichenberger habe ihm versichert, dass er sich um eine Anschlusslösung für seine Leute bemühe, ergänzte Kunz. Die Spar-Kette selber habe die Rücknahme des Obergösger Standorts ausgeschlossen, wie er habe in Erfahrung bringen können. Beide Ratspräsidenten hätten sich konsterniert ob dieser Mitteilung so kurz vor den Festtagen gezeigt, da der Spar-Laden die Grundversorgung der Obergösger Bevölkerung sicher stelle.

Um Lösung bemühen
Wie Spielmann erklärte, habe er zwischenzeitlich den Bürgerrat über die Kündigung des vor zwei Jahren neu ausgehandelten Vertrages informiert. Dieser würde Ende 2011 auslaufen. Nun gelte es, die Räumlichkeiten so rasch wie möglich wieder zu vermieten. "Wir hätten am liebsten, dass wieder ein Laden reinkommt", wünschte sich der Bürgergemeindepräsident.
Der Bürgerrat werde nun über das weitere Vorgehen beraten. Auch von Seiten der Einwohnergemeinde macht man sich Gedanken über das Wie-Weiter. Sowohl Christoph Kunz wie auch Rolf Spielmann versicherten an jener Besprechung aber, dass sich beide Gemeindepräsidenten unter Mithilfe der Gemeindeverwaltung um eine Lösung bemühen.


Bericht Oltner Tagblatt vom 23. Dezember 2009


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